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Perspektive Kurdistan
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Anfang Juni 2014 aus dem Vorbereitungskreis zum gleichnamigen Auftaktkongress in Mainz entstanden, hat sich unser Projekt zum Ziel gemacht, die über die Jahre verlorengegangene Solidarität mit der kurdischen Bewegung wiederzubeleben, ohne alte Fehler von Neuem zu begehen.
Wir wollen uns mit Inhalten und Formen, Rahmenbedingungen und Fortschritten der Befreiungskämpfe in den von der kurdischen Bewegung geprägten Gebieten in Theorie und Praxis auseinandersetzen, nicht unkritisch, aber doch von der Erkenntnis getragen, dass die kurdische Bewegung das mit Abstand fortschrittlichste Projekt darstellt inmitten einer tief von reaktionären Ideologien durchdrungenen Region.
Zudem haben die bemerkenswerten Fortentwicklungen der letzten Jahre der kurdischen Bewegung ein vollkommen neues Gesicht gegeben. Was einst als unmittelbarer Widerstand gegen ethnisch-nationalistische Unterdrückung begann, hat neben der Überwindung patriarchaler Strukturen längst auch ein ambivalente bis skeptische Haltung zum Nationalstaat entwickelt, der inmitten einer Welt der Nationalstaaten zwar einerseits einen Schutzraum darstellen kann, die Unterdrückungs- und Ausgrenzungsverhältnisse aber zugleich auch reporoduziert und auf Dauer stellt. Dieses Ringen um die Frage der Nationalstaatlichkeit ist in unseren Augen sämtlichen Debatten, die wir hier in Deutschland über Linksnationalismus vs. Antinationalismus geführt haben, weit überlegen.
Das Konzept des Demokratischen Konföderalismus verbindet zuguterletzt marxistische und anarchistische Traditionslinien mit den Errungenschaften und Erkenntnissen, die die Bewegung in jahrzehntelanger, oft auch ambivalenter Praxis gewonnen wurden. Zentral ist dabei ein rätebasiertes Selbstverwaltungsprinzip, das die sich auch wieder schnell reaktionär wendenden Autarkiekonzepte überwindet. Mit den fraglos noch weit verbreiteten reaktionären Traditionen, patriarchalen Gewohnheiten und Clanstrukturen wird entschieden gebrochen, nicht aber mit den Menschen, die aus dem Gefängnis dieser Traditionen erst herausfinden müssen. So kann im Gegensatz zur konservativen Linie Barzanis und der KDP auch eine Verständigung über ethnokulturelle und religiöse Grenzen hinweg gelingen, die den Schlüssel für Frieden und Freiheit in dieser umkämpften Region.
Anhand der bemerkenswerten Entwicklungen in Theorie und Praxis möchten wir Missverständnisse, blinde Flecke und Sprachlosigkeit aufbrechen und auch über etwaig verbleibende Differenzen miteinander ins Gespräch kommen. Wir verstehen unsere Sollidarität nicht als "Kadavergehorsam", sondern als gemeinsamen Kampf, in dem wir miteinander selbstverständlich fortwährend um die richtigen Ziele, Wege, Mittel und auch Kompromisse ringen.
Voneinander und miteinander zu lernen und uns gemeinsam dem Kampf gegen sämtliche Formen von Unterdrückung und Ausbeutung zu stellen, ist nicht nur der Schlüssel für Frieden und Freiheit im Nahen Osten. Es ist auch für uns hier in Europa von großer Bedeutung, nicht zuletzt, um dem autoritären Turn des Neoliberalismus in Krisenzeiten etwas entgegensetzen zu können.
Wir wollen uns mit Inhalten und Formen, Rahmenbedingungen und Fortschritten der Befreiungskämpfe in den von der kurdischen Bewegung geprägten Gebieten in Theorie und Praxis auseinandersetzen, nicht unkritisch, aber doch von der Erkenntnis getragen, dass die kurdische Bewegung das mit Abstand fortschrittlichste Projekt darstellt inmitten einer tief von reaktionären Ideologien durchdrungenen Region.
Zudem haben die bemerkenswerten Fortentwicklungen der letzten Jahre der kurdischen Bewegung ein vollkommen neues Gesicht gegeben. Was einst als unmittelbarer Widerstand gegen ethnisch-nationalistische Unterdrückung begann, hat neben der Überwindung patriarchaler Strukturen längst auch ein ambivalente bis skeptische Haltung zum Nationalstaat entwickelt, der inmitten einer Welt der Nationalstaaten zwar einerseits einen Schutzraum darstellen kann, die Unterdrückungs- und Ausgrenzungsverhältnisse aber zugleich auch reporoduziert und auf Dauer stellt. Dieses Ringen um die Frage der Nationalstaatlichkeit ist in unseren Augen sämtlichen Debatten, die wir hier in Deutschland über Linksnationalismus vs. Antinationalismus geführt haben, weit überlegen.
Das Konzept des Demokratischen Konföderalismus verbindet zuguterletzt marxistische und anarchistische Traditionslinien mit den Errungenschaften und Erkenntnissen, die die Bewegung in jahrzehntelanger, oft auch ambivalenter Praxis gewonnen wurden. Zentral ist dabei ein rätebasiertes Selbstverwaltungsprinzip, das die sich auch wieder schnell reaktionär wendenden Autarkiekonzepte überwindet. Mit den fraglos noch weit verbreiteten reaktionären Traditionen, patriarchalen Gewohnheiten und Clanstrukturen wird entschieden gebrochen, nicht aber mit den Menschen, die aus dem Gefängnis dieser Traditionen erst herausfinden müssen. So kann im Gegensatz zur konservativen Linie Barzanis und der KDP auch eine Verständigung über ethnokulturelle und religiöse Grenzen hinweg gelingen, die den Schlüssel für Frieden und Freiheit in dieser umkämpften Region.
Anhand der bemerkenswerten Entwicklungen in Theorie und Praxis möchten wir Missverständnisse, blinde Flecke und Sprachlosigkeit aufbrechen und auch über etwaig verbleibende Differenzen miteinander ins Gespräch kommen. Wir verstehen unsere Sollidarität nicht als "Kadavergehorsam", sondern als gemeinsamen Kampf, in dem wir miteinander selbstverständlich fortwährend um die richtigen Ziele, Wege, Mittel und auch Kompromisse ringen.
Voneinander und miteinander zu lernen und uns gemeinsam dem Kampf gegen sämtliche Formen von Unterdrückung und Ausbeutung zu stellen, ist nicht nur der Schlüssel für Frieden und Freiheit im Nahen Osten. Es ist auch für uns hier in Europa von großer Bedeutung, nicht zuletzt, um dem autoritären Turn des Neoliberalismus in Krisenzeiten etwas entgegensetzen zu können.




