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Hipster Antifa Neukölln

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FAQ:

Findet ihr die Kritik an Gentrifizierung und Verdrängungsprozessen per se bescheuert?

Nein, sicherlich nicht. Wir glauben, dass die Kritik an Verdrängung und Gentrifizierung in weiten Teilen wichtig und berechtigt ist. Was wir jedoch scharf kritisieren, ist die Form der Debatte, wie sie in weiten Kreisen - auch über die „linke Szene“ hinaus - geführt wird. Diese verkürzte Kritik meint Schuldige für einen Prozess, der allein strukturelle Gründe hat, ausmachen zu können. Die negativen Effekte der Gentrifizierung werden abwechselnd auf eins der konstruierten Feindbilder „Touris“, „Hipster“, „Schwaben“, „Spekulant_innen“ oder „Makler_innen“ projiziert. Nicht nur, dass dadurch Menschen in das Fadenkreuz der selbsternannten Kiezbewahrer_innen geraten, auch eine strukturelle und differenzierte Kritik an Verdrängungsprozessen wird dadurch unmöglich. Der Kampfbegriff „Touristification“ bringt diesen Übertragungsprozess auf unheimliche Art und Weise auf den Punkt. „Kritik“ solcher Art ist kaum von faschistischen Heimatschutzinitiativen zu unterscheiden.
Auf der anderen Seite des aufgeteilten Weltbildes wird Armut romantisch verklärt. So werden Armutsbezirke zu erhaltenswerten Soziotopen überhöht anstatt daran zu arbeiten, sie zusammen mit der Armut selbst und ihren Gründen abzuschaffen.


Was versteht ihr unter Fremdenfeindlichkeit oder Xenophobie?

Unter Fremdenfeindlichkeit verstehen wir Ressentiments, die sich gegen Menschen oder Gruppen richten, die aufgrund zugeschriebener Merkmale aus der eigenen Gruppe ausgeschlossen werden.
Fremdenfeindliche Ressentiments operieren dabei mit klaren Aufteilungen zwischen der eigenen „autochthonen“ Gruppe und dem „Anderen“. Diese Ausschlüsse können verschiedenen Merkmalen folgen. Gemeinsam ist den verschiedenen Formen von Fremdenfeindlichkeit, dass das „Fremde“ oder „Andere“ zur Gefahr von außen stilisiert wird. Dabei können unterschiedliche Projektionsleistungen eine Rolle spielen.
Obwohl Rassismus und Fremdenfeindlichkeit oft Hand in Hand gehen, glauben wir, dass es entscheidende Unterschiede dazwischen gibt.
So ist der Hass auf Schwaben, Hipster oder Tourist_innen deutlich von rassistischen Ressentiments zu unterscheiden, obwohl den Phänomenen ähnliche Denkmuster zugrunde liegen mögen.


Ist Feindlichkeit gegen „Touris“ „Hipster“ „Schwaben“ nicht ein Luxusproblem? Relativiert ihr mit eurem Fokus darauf nicht die wirklich drängenden Probleme?

Nein, das glauben wir nicht. Wir finden Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Homophobie und andere Ressentiments genauso scheiße, wie Ihr alle hoffentlich auch!
Wir weigern uns aber auch, die Widerstände gegen diese verschiedenen Ressentiments und Ideologien gegeneinander auszuspielen. Stattdessen bemühen wir uns, eine möglichst differenzierte Position zu beziehen, die alle Formen von Diskriminierung und Ressentiment konsequent ablehnt.
Dazu gehört auch, dem gärenden Prozess, der dazu führt dass als „Hipster“, „Touristen“ oder sonstige als „Kiezaufwerter“ identifizierte Menschen, verbalen und physischen Attacken ausgesetzt sind, etwas entgegenzusetzen!

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