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Wir als AStA der Technischen Universität Berlin solidarisieren uns mit den Studierenden der Polytechnischen Universität in Hong Kong!

Seit heute morgen um 5:30 Uhr brach die Polizei mit massiver Gewalt in den bereits vorher umzingelten Campus ein. Dabei setzte die Polizei auch scharfe Munition ein. Es kam bisher zu vielen brutalen Verhaftungen. Nach bisherigem Stand gab es dutzende verletzte Studierende, darunter auch mehrere schwerverletzte. Darüber hinaus dürfen Ärzt*innen und Ersthelfer*innen nicht auf den Campus, um den Verletzten zu helfen. Zudem stehen einige von ihnen unter Arrest. Es sind gegenwärtig noch immer viele Studierende in der Universität eingeschlossen. Sie harren seit mehr als 24 Stunden aus, da alle Ausgänge durch die Polizei blockiert sind - Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung sind knapp. Studierende, die versuchten zu fliehen, wurden mit Tränengas und Gummigeschossen attackiert und zurückgedrängt. Ohne Durchsuchungsbeschluss ist es der Polizei in Hong Kong gesetzlich verboten, Universitätsgelände zu betreten. Das Vorgehen stellt einen massiven Angriff auf die Freiheit der studentischen Selbstverwaltung dar.

Wir fordern ein sofortiges Ende der Polizeigewalt und den unmittelbaren Rückzug der Polizei!
Wir solidarisieren uns mit den Hong Konger Studierenden und rufen dazu auf, sich an emanzipatorischen Solidaritätsaktionen zu beteiligen!

…..................................................................................................

We, the AStA of the Technical University of Berlin, show solidarity with the students of the Polytechnic University in Hong Kong!

This morning at 5:30 a.m. the police violently broke into the already surrounded campus. The police also used live ammunition. There have been many brutal arrests. So far, there have been dozens of injured students, including several seriously injured. In addition, doctors* and first-aiders* are not allowed on campus to help the injured. In addition, some of them are under arrest. Currently, many students are still locked up in the university. They have been waiting for more than 24 hours because all exits are blocked by the police - water, food and medical care are scarce. Students who tried to escape were attacked and pushed back with tear gas and rubber bullets. Without a search warrant, Hong Kong police are prohibited by law from entering university campuses. This is a massive attack on the freedom of student self-government.

We demand an immediate end to police violence and the immediate withdrawal of the police!
We show solidarity with the Hong Kong students and call on them to take part in emancipatory solidarity actions!

November 18 at 6:04 PM
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Eine kommunistische Gruppe aus Westberlin
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Die Initiative #wastun setzt sich ein gegen Überwachung und für die Grundrechte auf Privatsphäre,...
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Wir als AStA der Technischen Universität Berlin solidarisieren uns mit den Studierenden der Polytechnischen Universität in Hong Kong!

Seit heute morgen um 5:30 Uhr brach die Polizei mit massiver Gewalt in den bereits vorher umzingelten Campus ein. Dabei setzte die Polizei auch scharfe Munition ein. Es kam bisher zu vielen brutalen Verhaftungen. Nach bisherigem Stand gab es dutzende verletzte Studierende, darunter auch mehrere schwerverletzte. Darüber hinaus dürfen Ärzt*innen und Ersthelfer*innen nicht auf den Campus, um den Verletzten zu helfen. Zudem stehen einige von ihnen unter Arrest. Es sind gegenwärtig noch immer viele Studierende in der Universität eingeschlossen. Sie harren seit mehr als 24 Stunden aus, da alle Ausgänge durch die Polizei blockiert sind - Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung sind knapp. Studierende, die versuchten zu fliehen, wurden mit Tränengas und Gummigeschossen attackiert und zurückgedrängt. Ohne Durchsuchungsbeschluss ist es der Polizei in Hong Kong gesetzlich verboten, Universitätsgelände zu betreten. Das Vorgehen stellt einen massiven Angriff auf die Freiheit der studentischen Selbstverwaltung dar.

Wir fordern ein sofortiges Ende der Polizeigewalt und den unmittelbaren Rückzug der Polizei!
Wir solidarisieren uns mit den Hong Konger Studierenden und rufen dazu auf, sich an emanzipatorischen Solidaritätsaktionen zu beteiligen!

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We, the AStA of the Technical University of Berlin, show solidarity with the students of the Polytechnic University in Hong Kong!

This morning at 5:30 a.m. the police violently broke into the already surrounded campus. The police also used live ammunition. There have been many brutal arrests. So far, there have been dozens of injured students, including several seriously injured. In addition, doctors* and first-aiders* are not allowed on campus to help the injured. In addition, some of them are under arrest. Currently, many students are still locked up in the university. They have been waiting for more than 24 hours because all exits are blocked by the police - water, food and medical care are scarce. Students who tried to escape were attacked and pushed back with tear gas and rubber bullets. Without a search warrant, Hong Kong police are prohibited by law from entering university campuses. This is a massive attack on the freedom of student self-government.

We demand an immediate end to police violence and the immediate withdrawal of the police!
We show solidarity with the Hong Kong students and call on them to take part in emancipatory solidarity actions!

November 18 at 6:04 PM
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Die zahllosen antijüdischen Gesetze und Verordnungen, die Hetze und Propaganda der nationalsozialistischen Politik gegen der in Deutschland lebenden Jüdinnen_Juden erreichte einen ihrer Höhepunkte in den sogenannten Novemberpogromen vom 8.-13- November 1938. Nach den ersten Novemberwochen waren in ganz Deutschland und Österreich Synagogen verbrannt, Geschäfte demoliert und geplündert, Wohnungen zerstört und über 400 jüdische Personen umgebracht worden. In ganz Deutschland wurden 36.000 jüdische Männer verhaftet und in die Konzentrationslager Dachau, Buchenwald und Sachsenhausen verschleppt.

Ein knappes Jahr später überfiel Deutschland Polen; sofort wurde die jüdische Bevölkerung erfasst und ghettoisiert, das System der Konzentrationslager massiv ausgeweitet und mit dem Bau der Vernichtungslager in Ostpolen Jüdinnen und Juden dorthin deportiert und vergast. Kernanliegen der Nazis war die Vernichtung der europäischen Jüdinnen_Juden in der Shoah.

Die Erinnerung wachzuhalten an die jüdischen Nachbar_innen, die verfolgt und ermordet wurden, an die Täter_innen die das zu verantworten haben und die deutsche Gesellschaft, die dabei gewesen ist, ist antifaschistische Notwendigkeit. „Erinnern heisst handeln” (Esther Bejarano, Auschwitz-Komitee)

Dass sich der Beginn des Zweiten Weltkriegs 2019 zum 80. Mal jährt ist in der Öffentlichkeit wenig präsent. Dass die Jubiläen dieses Jahr günstiger ausfallen war wohl ein Glück: auch die Ausrufungen der Republik durch Scheidemann und Liebknecht jähren sich heute (1918), oder der Putschversuch durch Hitler und Ludendorff (1923), ebenso wie der linksterroristische Anschlag der Tupamaros West Berlin auf das jüdische Gemeindehaus in Berlin (1969) – der die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und dem Antisemitismus vielleicht deutlicher macht – und natürlich die Grenzöffnung zwischen DDR und BRD. Letztere ist heute willkommener Anlass die Novemberpogrome von 1938 geflissentlich zu übergehen.

Auch wir haben das Datum gewissermaßen übergangen. Es fehlt im diesjährigen AStA-Kalender, der ganzjährig auf verschiedene Jahrestage und Ereignisse hinweisen soll. Wir bitten dafür um Entschuldigung und rufen heute zu der Gedenkkundgebung an die Pogrome um 17 Uhr an der Lewetzowstraße in Moabit auf. Es gilt dem Gedenken an die deutschen NS-Verbrechen auch weiterhin Gehör zu verschaffen und daraus Konsequenzen abzuleiten, damit „Auschwitz nie wieder sei“.

https://www.facebook.com/events/1437194256433750/?notif_t=event_aggregate&notif_id=1573280141266684

November 9 at 3:27 PM
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Liebe Studierende,
81 Jahre nach den Novemberpogromen von 1938 wollen wir euch dazu aufrufen an den Gedenkveranstaltungen in Berlin teilzunehmen. Wir als AStA sehen uns als Studierende der TU Berlin in einer besonderen Verantwortung, immerhin war die Unterstützung nationalsozialistischer Politik in der Technischen Hochschule – aus der nach dem Krieg die TU wurde – schon vor 1933 überdurchschnittlich groß. Zahlreiche lehrende Personen wurden aus der Uni vertrieben und die Forschung wurde auf den Krieg ausgerichtet. Mit dieser unrühmlichen Rolle sollten wir uns alle immer wieder auseinandersetzen, dazu hatten wir in den letzten Wochen im Rahmen der kritischen Orientierungswochen schon einige Bildungsveranstaltungen organisiert.
Die Gewalt der Pogrome vom 7. bis 13. November 1938 fand am 9. November ihren vorläufigen Höhepunkt. Überall in Deutschland und Österreich brannten die Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden überfallen, demoliert und geplündert. Deutsche Antisemit*innen demütigten, schlugen, vergewaltigten und ermordeten Jüd*innen. Etwa 30.000 Männer wurden verhaftet und in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen verschleppt. Die Pogrome stellten eine weitere, entscheidende Radikalisierung der antijüdischen Politik des NS-Regimes dar. Bereits zuvor hatten die Nazis die deutschen Jüd*innen Schritt für Schritt aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Nach dem November 1938 wurde die antisemitische Politik immer gewalttätiger und gipfelte letztlich in dem Versuch, alle Jüd*innen Europas zu vernichten. Bis 1945 hatten die Nazis sechs Millionen Jüd*innen ermordet.
Auch in diesem Jahr wird es eine Gedenkveranstaltung um 17 Uhr an der ehemaligen Synagoge in der Levetzowstraße in Moabit geben, auf welcher ein Zeitzeuge sprechen wird.
Antisemitismus gehört in Deutschland keineswegs der Vergangenheit an. Den Betroffenen gilt unsere Solidarität. Kommt zur Gedenkkundgebung.

November 9 at 11:45 AM
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