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Bündnis gegen Rassismus
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About Bündnis gegen Rassismus
„Since all forms of oppression are linked in our society because they are supported by similar institutional and social structures, one system cannot be eradicated while the others remain intact." (bell hooks 1984:37).
("Da alle Unterdrückungsformen in unserer Gesellschaft miteinander verbunden sind, weil sie durch ähnliche institutionelle und soziale Strukturen aufrechterhalten werden, kann nicht ein System beseitigt werden, während alle anderen intakt bleiben.")
Selbstverständnis des Bündnisses gegen Rassismus
Wir verstehen uns als intersektionales Bündnis gegen Rassismus, Heterosexismus, Trans*feindlichkeit, Ableismus, Klassismus und andere Formen von Diskriminierung.
Entstehungsgeschichte
Nach dem Bekanntwerden der NSU –Mordserie im November 2011 haben sich unterschiedliche antirassistische Gruppen, Initiativen, Vereine und Einzelpersonen zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen Rassismus zu handeln. Das Bündnis wird maßgeblich von Menschen mit Rassismuserfahrungen gestaltet.
Die NSU-Morde sehen wir nicht (nur) als eine rechtsterroristische Taten, sondern vor allem als rassistisch motivierte
Dies bewies sich auch in den polizeilichen ’Ermittlungen’, die in einem rassistischen Gesamtkontext eingebettet sind. Anstatt rassistische Motive zu erkennen und die Hinweise der Be- und Getroffenen ernst zu nehmen, wurde den Ermordeten und ihren Angehörigen mafiöse Strukturen unterstellt und sie dadurch kriminalisiert. Aber auch die mediale Berichterstattung manifestierte die rassistische Grundhaltung der weißen [1] Mainstream-Journalist_innen.
Zu diesem rassistischen Kontext gehört eine konspirativ schweigende Zivilgesellschaft, die sich nicht erhebt und die Taten hinnimmt ohne etwas zu unternehmen. Aber wir erheben uns, und das nicht erst seit dem Auffliegen NSU-Morde.
Widerstand
Der Kampf gegen Rassismus ist kein Anliegen bestimmter Gruppen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und äußert sich auf unterschiedliche Weise. Daher muss auch das Engagement gegen Rassismus vielfältig sein. Wenn wir uns zusammen tun, erreichen wir nicht nur mehr, wir lernen auch selbst dazu. Genau aus diesem Grund entstand das Bündnis gegen Rassismus, v.a. als eine Stimme derjenigen, die Rassismus erfahren.
Jede_r kann bei sich selbst beginnen, rassistische Denkweisen, Sprechen und Handeln zu erkennen und zu ändern. JETZT.
Antirassistische Widerstände haben eine lange Geschichte. Im Bündnis gegen Rassismus sollen die unterschiedlichen Formen und Geschichten des Widerstandes zusammenkommen, um gemeinsame Perspektiven zu erarbeiten. Dabei ist Rassismus kein vereinzelt wirkendes Phänomen sondern ein Machtverhältnis, dass gleichzeitg mit anderen Diskriminierungsformen verschränkt wirkt (Heterosexismus, Trans*feindlichkeit, Klassismus, Ableismus, etc.). Wir versuchen im Bündnis gegen Rassismus die Gleichzeitigkeit dieser Machtsverhältnisse zusammenzudenken.
Aktionen
Das Bündnis gegen Rassismus hat seit seiner Gründung Ende November 2011 durch viele Aktionen und Veranstaltungen versucht die Öffentlichkeit über Rassismus in Politik, Alltag und Institutionen zu sensibilisieren, sich mit den Opfern zu solidarisieren und Menschen anzuregen couragierter gegen Rassismus aufzutreten.
Erinnert sei an:
• Demonstration am Internationalen Tag der Menschenrechte am 10.12.2011
• Antirassistische Gedenkkundgebung für die NSU-Ermorderten am 23.02.2012 parallel zur staatlichen Gedenkveranstaltung
• Demonstration gegen Rassismus gegen Rroma am 03.03.2012
• Flashmob in der S-und U-Bahn am 21.03.2012 zu rassistischen Vorfällen
• Soli-Konzert am 21.03.2012
• Flashmob in der U-Bahn am 05.05.2012 gegen Racial Profiling
• Festival gegen Rassismus 16.-18.08.2012
• 04.11.2012 Demonstration in Gedenken an die vom NSU Ermordeten.
• 05.12.2012 Protestaktion in Neukölln gegen Buschkowsky
• 18.12.2012 Kundgebung am Global Day of Action for the rights of migrants, refugees and displaced people
• 27.12.2012 Kundgebung vor dem Rathaus Neukölln - gegen Weihnachtsknoblauch Rumanes
• 04.01.2013 Protestkundgebung in Solidarität mit Jimmy C.
• 05.01.2013 Gedenkveranstaltung zur Ermordung von Celalettin Kesim
• 21.03.2013 ”Grenzenlos und unverschämt” (May Ayim) Geschichten antirasistischen Widerstandes in Deutschland
• 06.04.2013 Unterstützung der Burak B.-Demo
• 05.04.2013 Das Problem heißt Rassismus. Veranstaltung zum NSU-Prozessauftakt. Wir schauen hin!
• 06.05.2013 Kundgebung zum Prozessauftakt des NSU
[1] weiße Menschen werden in Deutschland als Norm angesehen, nicht benannt und profitieren von bestehenden rassistischen Strukturen.
("Da alle Unterdrückungsformen in unserer Gesellschaft miteinander verbunden sind, weil sie durch ähnliche institutionelle und soziale Strukturen aufrechterhalten werden, kann nicht ein System beseitigt werden, während alle anderen intakt bleiben.")
Selbstverständnis des Bündnisses gegen Rassismus
Wir verstehen uns als intersektionales Bündnis gegen Rassismus, Heterosexismus, Trans*feindlichkeit, Ableismus, Klassismus und andere Formen von Diskriminierung.
Entstehungsgeschichte
Nach dem Bekanntwerden der NSU –Mordserie im November 2011 haben sich unterschiedliche antirassistische Gruppen, Initiativen, Vereine und Einzelpersonen zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen Rassismus zu handeln. Das Bündnis wird maßgeblich von Menschen mit Rassismuserfahrungen gestaltet.
Die NSU-Morde sehen wir nicht (nur) als eine rechtsterroristische Taten, sondern vor allem als rassistisch motivierte
Dies bewies sich auch in den polizeilichen ’Ermittlungen’, die in einem rassistischen Gesamtkontext eingebettet sind. Anstatt rassistische Motive zu erkennen und die Hinweise der Be- und Getroffenen ernst zu nehmen, wurde den Ermordeten und ihren Angehörigen mafiöse Strukturen unterstellt und sie dadurch kriminalisiert. Aber auch die mediale Berichterstattung manifestierte die rassistische Grundhaltung der weißen [1] Mainstream-Journalist_innen.
Zu diesem rassistischen Kontext gehört eine konspirativ schweigende Zivilgesellschaft, die sich nicht erhebt und die Taten hinnimmt ohne etwas zu unternehmen. Aber wir erheben uns, und das nicht erst seit dem Auffliegen NSU-Morde.
Widerstand
Der Kampf gegen Rassismus ist kein Anliegen bestimmter Gruppen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und äußert sich auf unterschiedliche Weise. Daher muss auch das Engagement gegen Rassismus vielfältig sein. Wenn wir uns zusammen tun, erreichen wir nicht nur mehr, wir lernen auch selbst dazu. Genau aus diesem Grund entstand das Bündnis gegen Rassismus, v.a. als eine Stimme derjenigen, die Rassismus erfahren.
Jede_r kann bei sich selbst beginnen, rassistische Denkweisen, Sprechen und Handeln zu erkennen und zu ändern. JETZT.
Antirassistische Widerstände haben eine lange Geschichte. Im Bündnis gegen Rassismus sollen die unterschiedlichen Formen und Geschichten des Widerstandes zusammenkommen, um gemeinsame Perspektiven zu erarbeiten. Dabei ist Rassismus kein vereinzelt wirkendes Phänomen sondern ein Machtverhältnis, dass gleichzeitg mit anderen Diskriminierungsformen verschränkt wirkt (Heterosexismus, Trans*feindlichkeit, Klassismus, Ableismus, etc.). Wir versuchen im Bündnis gegen Rassismus die Gleichzeitigkeit dieser Machtsverhältnisse zusammenzudenken.
Aktionen
Das Bündnis gegen Rassismus hat seit seiner Gründung Ende November 2011 durch viele Aktionen und Veranstaltungen versucht die Öffentlichkeit über Rassismus in Politik, Alltag und Institutionen zu sensibilisieren, sich mit den Opfern zu solidarisieren und Menschen anzuregen couragierter gegen Rassismus aufzutreten.
Erinnert sei an:
• Demonstration am Internationalen Tag der Menschenrechte am 10.12.2011
• Antirassistische Gedenkkundgebung für die NSU-Ermorderten am 23.02.2012 parallel zur staatlichen Gedenkveranstaltung
• Demonstration gegen Rassismus gegen Rroma am 03.03.2012
• Flashmob in der S-und U-Bahn am 21.03.2012 zu rassistischen Vorfällen
• Soli-Konzert am 21.03.2012
• Flashmob in der U-Bahn am 05.05.2012 gegen Racial Profiling
• Festival gegen Rassismus 16.-18.08.2012
• 04.11.2012 Demonstration in Gedenken an die vom NSU Ermordeten.
• 05.12.2012 Protestaktion in Neukölln gegen Buschkowsky
• 18.12.2012 Kundgebung am Global Day of Action for the rights of migrants, refugees and displaced people
• 27.12.2012 Kundgebung vor dem Rathaus Neukölln - gegen Weihnachtsknoblauch Rumanes
• 04.01.2013 Protestkundgebung in Solidarität mit Jimmy C.
• 05.01.2013 Gedenkveranstaltung zur Ermordung von Celalettin Kesim
• 21.03.2013 ”Grenzenlos und unverschämt” (May Ayim) Geschichten antirasistischen Widerstandes in Deutschland
• 06.04.2013 Unterstützung der Burak B.-Demo
• 05.04.2013 Das Problem heißt Rassismus. Veranstaltung zum NSU-Prozessauftakt. Wir schauen hin!
• 06.05.2013 Kundgebung zum Prozessauftakt des NSU
[1] weiße Menschen werden in Deutschland als Norm angesehen, nicht benannt und profitieren von bestehenden rassistischen Strukturen.




