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Grimming

@Aussee

About Grimming
Der Grimming ist ein 2351m hoher Berg in der Steiermark zwischen dem obersteirischen Ennstal und dem Salzkammergut-Ausseerland. Durch seine imposante Erscheinung wurde er als einer der größten freistehenden Berge in Europa lange als der höchster Berg in der Steiermark angesehen. Länge ca.9,3km und Breite ca. 4,5km. Vom Ennstal aus ragt der Gipfel des Grimming etwa 1700m steil empor. Geologisch gehört der Grimming, da er aus Dachsteinkalk besteht zum Dachsteinmassiv und stellt eine abgebrochene Scholle dessen dar.

Heimische Jäger waren es die Ende des 18. Jahrhunderts als Erste am Grimming standen. Seit dem frühen 19. Jahrhundert setzte die touristische Erschliessung ein. Die beliebtesten Routen auf den Grimming sind von Trautenfels oder Niederstuttern aus die Südost-Variante über die Grimminghütte. Vom Kulm in Tauplitz Bad Mitterndorf hinter der Skiflugschanze beginnt die nördliche Route und von Trautenfels aus kann man auch die östliche Tour zuerst über das Multereck und den östlichen Vorgipfel 2176m auf den Grimming gehen. Der Grimming ist kein einfacher Berg zum Wandern, sondern es geht dabei ums richtige Bergsteigen und ein bisschen Klettern ist auch dabei. Je nach Kondition sind für eine Bergtour auf den Grimming ca. 5-8 Stunden einzuplanen, wobei man schwindelfrei und sehr trittsicher sein sollte. Anfänger sollten sich am Besten einen erfahrenen Bergführer mitnehmen und wegen der Steinschlaggefahr auch einen Helm aufsetzen. Auf allen Bergtouren ist mit einigen Kletterpassagen und technisch schwierigen Stellen wie z.B. Geröllhalten und Passagen die mit Drahtseilversicherungen versehen wurden zu rechnen.

Die Grimminghütte ist die einzige bewirtschaftete Hütte am Grimming und befindet sich im Süden des Gipfels auf der Ennstaler Seite auf einer Höhe von 996m. Durchgehende Öffnungszeiten von Juni bis September und im Mai und Oktober - Samstag, Sonntag und Feiertag. Auch mit Kindern ist die einfache Wanderung von Trautenfels zur Grimminghütte in der vorgegebenen Zeit von 1h15min zu schaffen. Die Grimminghütte kann auch als Nachtquartier vor und nach einer Besteigung des Grimming genutzt werden.

Zu den Besonderheiten des Grimming zählt auch das Grimmingtor auf der südlichen Seite von Öblarn Ennstal aus zu sehen. Das Grimmingtor ist eine ca. 50 Meter hohe und 15m breite Wandvertiefung, die oberhalb noch von einem Felsvorsprung abgeschlossen wird. Laut einer Sage verbergen sich hinter dem Grimmingtor unermessliche Schätze. Am Fronleichnamstag soll sich einer Sage nach das Tor öffnen und den Schatzsuchenden Einlass gewähren. Ein kleines Männchen oder Zwerg führt dabei durch das Innere des Grimming. Wer aber vom Reichtum geblendet nicht wieder vor den Mittagsglocken den Berg verlässt bleibt darin ein ganzes Jahr lang gefangen.

Der Grimming als „heiliger Berg“ Schöpfungsmythen am Grimming

In allen naturreligiösen Überlieferungen der ganzen Welt spielen heilige Berge eine zentrale Rolle. Sie sind Sitz von Göttern, Lebensenergien..., Ausgangspunkt von Schöpfungsmythen und Gegenstand besonderer Verehrung, also auch Orte für Kultstätten und Gebet. In unserer Region scheint einst der Grimming eine solche zentrale Rolle gespielt zu haben, denn nach derzeitigem Stand gibt es mindestens 29 Sagen, das sind über ein Drittel aller Sagen des Hinterbergertales, in denen der Grimming oder seine unmittelbare Umgebung, z.B. der Kulm, der Pass Stein oder die Heilquelle Heilbrunn, eine Rolle spielen. Der Name „Grimming“ ist eine bajuwarisierte Form des auch heute noch im Volksmund gebräuchlichen Ausdrucks „Grimma“. Die Bedeutung des Namens ist umstritten, er könnte sowohl slawischen als auch bajuwarischen Ursprungs sein. Jedenfalls hat er sicherlich nichts mit „Grimm“ (=Zorn) zu tun.

Der Grimming ist nach der Sage Wohnort eines Lindwurmes, der aus einem Ei schlüpfte, welches von einem uralten Hahn am Kulm gelegt wurde. Der Hahn spielt auch in gallo-keltischen Mythen eine wichtige Rolle und ist deshalb noch heute eines der französischen Nationalsymbole und ist ausserdem fast auf jeder Kirchturmspitze zu finden. Auf vielen Bergen namens Kulm wurden alte heidnische Kultplätze nachgewiesen, so z.B. am oststeirischen Kulm bei Weiz und am Ennstaler Kulm bei Irdning. Das Ei symbolisiert die Schöpfung, sein Vater, der Hahn, steht für den Schöpfer. Das Ei wurde vom Hahn in den See gelegt, d. h. in das weibliche Element, ein klassischer Zeugungs- bzw. Schöpfungsvorgang. Entsprungen ist diesem Ei im Wasser ein Lindwurm, also eine riesige Schlange bzw. ein Drache, der überall auf der Welt für die Lebensenergie steht. Es liegt daher er Schluss nahe, dass in den Lindwurmsagen der Klachau und des Grimmingbodens Reste alter Schöpfungsmythen nachklingen. So wurde also am Grimming Leben (Lebensenergie) geschaffen........
© Matthias Neitsch
www. sagen.at/texte/sagen/oesterreich/steiermark/Hinterbergertal/Schoepfungsmythen_Grimming.html

Webcam am Lawinenstein auf der Tauplitzalm nördlich vom Grimming - http://tauplitz.panomax.at/